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Artikeln » On Stage » Party-Berichte
| 2.10.2009, Große Schwarze Nacht, HH |
| Autor |
Easy |
Bewertung :  |
| Datum |
04.10.2009 |
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| Vote-Teilnehmer |
1 |
| Gesehen von |
535 |
0 Kommentare |
| Beschreibung |
2.10.2009
Große Schwarze Nacht
Große Freiheit 36, Hamburg
Dass die GSN inzwischen aufgrund ihrer Größe automatisch viele Kritiker mit sich zieht, dürfte kein großes Geheimnis sein. Wer ein großes, sehr breit gefächertes Publikum bedienen möchte, der darf sich halt selten musikalische Experimente erlauben. Ob nun trotzdem fast exakt die gleichen Songs wie bei meinem letzten Besuch der GSN vor einem halben Jahr gespielt werden mussten (die ebenfalls schon gefühlte vier Jahre durch die Playlist geistern), mag dahingestellt bleiben. Sicher ist jedoch, dass die GSN gerade auf dem besten Weg ist, sich selbst zu demontieren: Nicht nur, dass unzählige Tunnel-Gänger inzwischen aufgrund der hohen Elektrodichte der Playlisten die GSN als Jumpstyle-Ersatzveranstaltung für sich entdeckt haben, nein, dieses Mal wurde mehr als deutlich, dass es den Betreibern der Großen Freiheit auf gut deutsch scheißegal ist, ob sich ihr Publikum wohlfühlt oder nicht - hauptsache, die Kohle stimmt. Wenn genügend Scheine im Spiel sind, dann werden die Türsteher auf beiden Augen blind, ein weißer Fila-Pulli wird ebenso zum Szene-Dress wie Holzfällerhemden. Als wenn diese Kurzsichtigkeit nicht peinlich genug wäre, werden sogar lattenstramme szenefremde Personen in die Halle gelassen, wo der Ärger automatisch vorprogrammiert war. Kurzzeitig drohte die Stimmung zu kippen, als ein Dutzend dieser Inkognito-Grufties die Tanzfläche stürmten und dabei weder Rücksicht auf die tanzende Menge noch auf trockene (sprich: nicht mit Bier überschüttete) Klamotten nahmen. Darauf angesprochen erklärten die Securitys, dass "diese Leute bei dem Stress vorhin wahrscheinlich durchgerutscht" seien und man sich bemühe, "das nächste Mal besser drauf zu achten". Das will ich hoffen, denn wenn unsere Freunde mit den blauen Jäckchen so blind sind, dass sie weiße Schlabberpullis und Bluejeans zwischen Einheitsschwarz nicht herausfiltern können, dann möchte ich nicht wissen, wie gewissenhaft sie auf Waffen und Drogen kontrollieren.
Musikalisch hat sich das DJ-Team sogar mal an neuere Sachen getraut, was durchaus mit einer gefüllten Tanzfläche honoriert wurde - ein guter Schritt in die richtige Richtung.
Fazit: Ein absoluter Reinfall trotz ungewohnt mutiger Playlist.
Easy |
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